Interview

06.06.2019

UITP Global Public Transport Summit 2019: Interview mit Head of Sales Dr. Stefan Bergold

Vom 9. bis 12. Juni findet in Stockholm der UITP Global Public Transport Summit statt, die weltweit größte Veranstaltung zum Thema nachhaltige Mobilität.

Bei der vom Internationalen Verband für öffentliches Verkehrswesen (UITP) organisierten Messe kommen Entscheider aus der Mobilitätsbranche und Industrie zusammen. Erstmalig stellt auch AKASOL auf dieser spannenden Messe aus. Wir haben Head of Sales Dr. Stefan Bergold gefragt, warum er dabei ist und worauf er sich am meisten freut.

1. Warum nehmen Sie am diesjährigen UITP Global Public Transport Summit teil?

Die Messe ist die ideale Plattform, um unsere aktuellen und zukünftigen Batteriesysteme für den öffentlichen Verkehr zu präsentieren. Sie bietet uns eine gute Gelegenheit, nicht nur Fahrzeughersteller, sondern auch öffentliche Verkehrsunternehmen zu treffen, die unsere eigentlichen Endkunden sind.

2. Welche Batteriesysteme präsentiert AKASOL?

Wir stellen unser komplettes Produktportfolio an Batteriesystemen für Busse vor. Dazu gehört auch das AKASystem 15 OEM 37 Ah, das sich derzeit für den Daimler eCitaro und einen großen schwedischen Bushersteller in Serienproduktion befindet.

Das AKASystem 15 OEM 50 Ah werden wir ebenfalls vorstellen. Das System der 2. Generation liefert 33 % mehr Energie und bei idealen Betriebsbedingungen eine höhere Reichweite von bis zu 250 km bei gleichem Formfaktor. Mitte 2020 wird es für zwei große Bushersteller in Serie gehen.

Wir freuen uns auch darauf, unser neues Flaggschiff vorzustellen: die Hochenergiebatterie AKASystem AKM CYC, mit der wir vollelektrische Stadtbusse mit Batteriesystemkapazitäten von bis zu 1.000 kWh ausstatten können. Dieses System übertrifft die derzeit verfügbaren Festkörperbatterien. Mit einer Laderate von bis zu 1 C können Busse in nur einer Stunde vollständig aufgeladen werden, so dass ihre Betriebszeit maximiert werden kann. Wir haben Kunden, die einen Testbetrieb für das vierte Quartal dieses Jahres eingeplant haben. Die Serienproduktion soll dann ab 2021 anlaufen.

3. Welche Herausforderungen stellt der öffentliche Verkehr an die Batterieentwicklung für Nutzfahrzeuge?

Unsere Kunden wollen eine Reichweite von 350 km oder mehr. Die Verfügbarkeit der Fahrzeuge soll so hoch wie möglich sein und die Fahrzeuge müssen eine lange Lebensdauer haben. Die Batterien sollen außerdem zusätzliche Energieverbraucher wie Heizung oder Klimaanlage versorgen.
Wir haben hart an der Erhöhung der Energiemenge pro Modul gearbeitet, damit wir die gewünschte Reichweite erzielen können, und sind stolz darauf, dass das AKASystem AKM CYC die Energiemenge unserer aktuellen Technologie mehr als verdoppelt, ohne mehr Platz zu beanspruchen und ohne wesentlich mehr zu wiegen.

4. Wie erfüllen Sie die hohen Sicherheitsanforderungen im öffentlichen Verkehr?

Unsere Batteriesysteme sind gemäß Fahrzeugnormen wie ECE R100 und ECE R10 zertifiziert. Um diese und weitere Zertifizierungen zu erhalten, führen wir eine Reihe mechanischer, elektronischer und elektrotechnischer Prüfungen durch, wie z. B. kontinuierliche Belastungstests mit sogenannten „Shakern” oder Batterie-Dauerbelastungstests in Klimakammern.

Unser passives und aktives Wärmemanagement wurde auf langen Fahrten im skandinavischen Winter und in der Hitze der südspanischen Wüste getestet.
Unsere Batteriemanagementsysteme sind leistungsstarke, sicherheitsorientierte und flexible Plattformen, die redundante CPU-Leistung bereitstellen und gemäß der jeweiligen Kundenspezifikation zukünftige Erweiterungen ermöglichen.

5. Welche öffentlichen Verkehrsmittel fahren bereits mit den Batteriesystemen von AKASOL?

In Niedersachsen können Sie mit dem Coradia iLint von Alstom fahren, dem weltweit ersten Wasserstoffzug. Wir haben die Batterie für diese Hybridlösung bereitgestellt. Der eCitaro von Daimler fährt durch mehrere europäischen Städte, darunter Berlin, Hamburg, Heidelberg und Mannheim. Er wird auch in Skandinavien eingesetzt.

In Nordamerika finden Sie uns momentan nur, wenn Sie in Kanada unter Tage gehen. Aber sobald die Produktion in den USA anläuft, werden unsere Batteriesysteme auch auf den Straßen Nordamerikas im Einsatz sein. Den Standort für unsere erste amerikanische Anlage werden wir in Kürze bekanntgeben.

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